Die Wärmeversorgung in Lübeck erfolgt durch die Stadtwerke Lübeck mit rund 230 GWh Wärmeabsatz. Da der Fernwärmeanteil mit rund 10% am Wärmemarkt im Vergleich zu anderen Städten dieser Größenordnung nicht so ausgeprägt und der KWK-Anteil relativ gering ist, sollen Fernwärmeabsatz und Erzeugung optimiert werden.
Zur Bewertung des Absatzpotenzials sowie der Erzeugungsstrukturen wurde die EEB Enerko mit einer umfangreichen Bewertung beauftragt.
Ziel der Untersuchung war die Analyse des Wärmemarktes in Lübeck und die Bewertung von dezentralen und zentralen Versorgungslösungen für Fernwärme in mehreren Szenarien. Auf Basis dieser Bewertung wurde zusammen mit den Stadtwerken Lübeck ein ganzheitliches und wirtschaftliches Versorgungskonzept mit erheblichem Emissionsminderungspotenzial herausgearbeitet. Umfangreiche Sensitivitätsrechnungen tragen den politischen und rechtlichen Unsicherheiten am heutigen Energiemarkt Rechnungen.
Ab 2012 soll nunmehr an mehreren Standorten Blockheizkraftwerke zugebaut werden und die Fernwärme sukzessive ausgebaut werden, sofern eine hinreichende Wirtschaftlichkeit vorliegt. Dazu wurde im Rahmen des Projektes der Wärmebedarf der Stadt systematisch bewertet und in einem gebäudescharfen Wärmeatlas dokumentiert, der nun auch als Vertriebsunterstützung eingesetzt wird.
| Kunde/Ansprechpartner: | Stadtwerke Lübeck GmbH , Herr Ruschepaul |
| Projektkennzahlen | Wärmeabsatz der Stadtwerke (2009): rund 230 GWh 6 untersuchte Teilnetze Rund 49.000 Objekte im Stadtgebiet Investitionsvolumen über 30 Mio. EUR je nach Variante |
| Beginn des Projekts: | Feb 2011 |
| Dauer des Projekts: | Bis Oktober 2011 |
| Projektergebnisse: | Wärmeatlas (gebäudescharf) Potenzialanalyse Businessmodell und Wirtschaftlichkeitsrechnung Projektberichte und Präsentationen |
| Leistungen ENERKO: | Analyse des Wärmemarktes und des Energiemarktes Unterstützung bei dem technischen Konzept Investitionskostenabschätzung Wirtschaftlichkeitsrechnung Bewertung von Preismodellen |