Projektbeispiel: Fernwärmestudie Metropolregion Rhein-Neckar
10 Energieversorgungsunternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar (MVV, FRN, GKM, TWL, SW Heidelberg, SW Weinheim, SW Schwetzingen, SW Speyer, SW Viernheim, Carl Freudenberg KG)
Die beauftragenden Unternehmen sind als Energieversorgungsunternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar tätig und betreiben umfangreiche Fernwärme-Erzeugungs- und -Verteilanlagen. Mit der Erzeugung auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung leisten diese Versorgungsanlagen bereits heute einen erheblichen Beitrag zur energieeffizienten Wärmeversorgung in der Metropolregion.
In einer umfassenden Studie wurde anhand eines gemeinde- bzw. gebäudescharfen Wärmeatlasses und einer Gesamt-Anlagen- und -Energiebilanz die Ausgangssituation in der Energieversorgung der Metropolregion erfasst und eine Trendprognose für die künftige Entwicklung bis zum Jahr 2030 erstellt.
Anhand von Auswertungen des gebäudescharfen Wärmeatlasses wurden für die Versorgungsgebiete der beteiligten Unternehmen Ausbaupotenziale für die Fernwärmeversorgung ermittelt und bzgl. ihrer Wirtschaftlichkeit und der positiven Effekte auf die Energie- und CO2-Bilanz in der MRN bewertet.
Die gemeinsame Abwicklung des Projektes mit 9 beteiligten Versorgungsunternehmen erforderte umfangreiche Projekt- und Detailabstimmungen. Die Erstellung und Bearbeitung der Wärmeatlanten auf Basis der Verbrauchsabrechnungen der Unternehmen erforderte die Verarbeitung von mehr als 1 Mio. Einzeldatensätzen aller Versorgungssparten, abgesichert durch individuelle Geheimhaltungsvereinbarungen.
Die umfassende Istzustandsanalyse ermöglicht den Unternehmen eine Standortbestimmung hinsichtlich des Energiemarktes und der Fernwärmeversorgung in der MRN.
Die unternehmensscharfen Ergebnisse der Untersuchung bildeten die Daten- und Entscheidungsgrundlage für die Realisierung konkreter Fernwärmeausbauvorhaben der Unternehmen.
| Kunde/Ansprechpartner: | MVV Energie AG, Herr Oliver Storz |
| Kennzahlen des Untersuchungsgebietes: | Metropolregion Rhein-Neckar: 290 Gemeinden, 2,4 Mio. EW, 62 Energieversorgungsunternehmen, Wärmemarkt im Bereich Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 13 TWh/a, davon 13 % aus Fernwärme. |
| Beginn des Projekts: | Februar 2007 |
| Dauer des Projekts: | bis April 2008 |
| Projektergebnisse: | Endbericht, Kurzfassung |
| Leistungen ENERKO: | Istzustandsanalyse auf Basis gemeinde- bzw. gebäudescharfer Wärmeatlanten, Szenarien zur Wärme- und Strommarktentwicklung, Ausbaupotenziale mit Wirtschaftlichkeitsanalysen, Erstellung Gesamtbericht |